Afya Mzuri – Good Health – Gute Gesundheit
Ok – ich gebe es zu: Mein Leben besteht nicht nur aus Herumreisen, Urlaub, und langweiligen Empfängen bei der Botschaft. Nein – die meiste Zeit verbringe ich (leider) im Büro um zu arbeiten. Aber darüber zu berichten ist a) nicht so interessant und b) nicht so einfach, da ich ja nicht alle Betriebsgeheimnisse so ausplaudern darf ;-)
Heute aber mal eine Ausnahme – also mit dem Bericht über die Arbeit, nicht über die Betriebsgeheimnisse… Am Montag, den 4. Oktober sind Marga und ich umgezogen und arbeiten nun nicht mehr in dem schönen Büro auf der Great East Road, von dem ich euch im März einige Bilder gezeigt habe, sondern sitzen nun in der Machinchi Road bei Afya Mzuri. Seit dem 1.Oktober ist Afya Mzuri, die Partnerorganisation von AWiSA, also dem Programm in dem ich arbeite. Das Finden eines Partners für AWiSA ist ein wichtiger Schritt um die Nachhaltigkeit des Programms zu sichern. AWiSA wird nur bis 2012 von dem DED und InWEnt finanziert und um das Fortbestehen des Programmes und dessen Instrumente zu sichern ist es unabdingbar dieses in lokale Strukturen zu integrieren. Die ersten Schritte haben wir nun durch das Unterzeichnen eines Memorandum of Understandings sowie den Umzug getan.
Der Oktober und November werden zwei sehr intensive Arbeitsmonate. Naechste Woche führen wir ein Peer Educator Training durch, im November ein Focal Person Training. Zudem kommen wichtige Gespräche mit Partnern über die Zukunft des Straßenbauprojektes in der Südprovinz. Der Bau der Straßen in der Südprovinz und damit die HIV Querschnittsarbeit hätte ja eigentlich schon im April dieses Jahres beginnen sollen. Allerdings gab es einen Finanzierungsstop der Geber aufgrund von unklarer Finanzpolitik der Empfängerorganisation, so dass bis zum heutigen Tage noch nicht ein Spatenhieb getätigt worden ist. Erst nachdem ein Auditbericht eingereicht und genehmigt worden ist und einige Köpfe im Management besagter Empfängerorganisation gerollt sind, haben die Gespräche wieder begonnen, so dass auch wir in diesem Projekt unsere Arbeit wieder aktiv aufnehmen können in der Hoffnung, dass der Straßenbau nach dem Ende der nächsten Regenzeit beginnt.
Desweiteren sind wir, das HIV Team der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit (DED, GTZ, KfW, InWEnt), zurzeit in den Vorbereitungen für den Weltaidstag am 1. Dezember, welcher in Gedenken und Solidarität für die Betroffen von HIV und AIDS sowie das Erreichte in über 20 Jahren nach dem Bekanntwerden der Krankheit weltweit durchgeführt wird.
Wenn wir in den letzten Jahren von deutscher Entwicklungszusammenarbeit gesprochen haben, so meinten wir damit immer den Deutschen Entwicklungsdienst (DED), die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) sowie die KfW. Die drei erst genannten Organisationen sind in der technischen Zusammenarbeit tätig, letztere in der finanziellen Zusammenarbeit. Alle Organisationen arbeiten in den vereinbarten Sektorschwerpunkten für das Partnerland (in Sambia: Wasser, Dezentralisierung und Gute Regierungsführung), doch arbeiten sie auf verschiedenen Ebenen und verschiedener Führung. Oftmals ist es bereits zu Verwirrung bei Partnerländern gekommen, doch auch als Deutscher selbst kann man schnell den Überblick verlieren. Hier ein kleines Bespiel: Ich arbeite in dem Programm AWiSA, welches von dem DED und InWEnt finanziert wird. Soll also heißen, dass jedes Mal wenn man sich und das Programm vorstellt diese Strukturen vorstellen muss, obwohl sie doch das gleiche Ziel haben und zudem muss man sich noch von der GTZ abgrenzen. Oft kommt es auch vor, das man sich als Vertreter des DED vorstellt und dann als Antwort erhält: „Ah – du arbeitest für die GTZ.“ Ihr seht also Verwirrung gibt es jede Menge. Dem wird nun aber entgegengewirkt, da DED, InWEnt und GTZ zum 01.01.2011 fusionieren. DED, InWEnt und GTZ gibt es dann also nicht mehr sondern wird von GIZ – Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit abgelöst. Habe dann also prinzipiell auch einen neuen Arbeitgeber ab Januar. Wie das alles genau aussehen wird, wissen zumindest wir im Feld (die Angestellten, die in einem Partnerland arbeiten) auch noch nicht, aber auf dem Papier sind wir alle eins. Hier in Sambia wird deshalb fleißig an einem deutschen Haus gebaut, damit wir in Zukunft nicht nur auf dem Papier eins sind, sondern auch in Realität. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fällt nicht unter diese Fusion, da sie auch unter dem Bankengesetzt arbeitet.
So – das war jetzt Harter Tobak an dem ich euch bis zu meinem nächsten Eintrag erst mal kauen lasse… ;-)
Bis dahin – liebe Grüße!
Kristin
Heute aber mal eine Ausnahme – also mit dem Bericht über die Arbeit, nicht über die Betriebsgeheimnisse… Am Montag, den 4. Oktober sind Marga und ich umgezogen und arbeiten nun nicht mehr in dem schönen Büro auf der Great East Road, von dem ich euch im März einige Bilder gezeigt habe, sondern sitzen nun in der Machinchi Road bei Afya Mzuri. Seit dem 1.Oktober ist Afya Mzuri, die Partnerorganisation von AWiSA, also dem Programm in dem ich arbeite. Das Finden eines Partners für AWiSA ist ein wichtiger Schritt um die Nachhaltigkeit des Programms zu sichern. AWiSA wird nur bis 2012 von dem DED und InWEnt finanziert und um das Fortbestehen des Programmes und dessen Instrumente zu sichern ist es unabdingbar dieses in lokale Strukturen zu integrieren. Die ersten Schritte haben wir nun durch das Unterzeichnen eines Memorandum of Understandings sowie den Umzug getan.
Der Oktober und November werden zwei sehr intensive Arbeitsmonate. Naechste Woche führen wir ein Peer Educator Training durch, im November ein Focal Person Training. Zudem kommen wichtige Gespräche mit Partnern über die Zukunft des Straßenbauprojektes in der Südprovinz. Der Bau der Straßen in der Südprovinz und damit die HIV Querschnittsarbeit hätte ja eigentlich schon im April dieses Jahres beginnen sollen. Allerdings gab es einen Finanzierungsstop der Geber aufgrund von unklarer Finanzpolitik der Empfängerorganisation, so dass bis zum heutigen Tage noch nicht ein Spatenhieb getätigt worden ist. Erst nachdem ein Auditbericht eingereicht und genehmigt worden ist und einige Köpfe im Management besagter Empfängerorganisation gerollt sind, haben die Gespräche wieder begonnen, so dass auch wir in diesem Projekt unsere Arbeit wieder aktiv aufnehmen können in der Hoffnung, dass der Straßenbau nach dem Ende der nächsten Regenzeit beginnt.
Desweiteren sind wir, das HIV Team der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit (DED, GTZ, KfW, InWEnt), zurzeit in den Vorbereitungen für den Weltaidstag am 1. Dezember, welcher in Gedenken und Solidarität für die Betroffen von HIV und AIDS sowie das Erreichte in über 20 Jahren nach dem Bekanntwerden der Krankheit weltweit durchgeführt wird.
Wenn wir in den letzten Jahren von deutscher Entwicklungszusammenarbeit gesprochen haben, so meinten wir damit immer den Deutschen Entwicklungsdienst (DED), die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) sowie die KfW. Die drei erst genannten Organisationen sind in der technischen Zusammenarbeit tätig, letztere in der finanziellen Zusammenarbeit. Alle Organisationen arbeiten in den vereinbarten Sektorschwerpunkten für das Partnerland (in Sambia: Wasser, Dezentralisierung und Gute Regierungsführung), doch arbeiten sie auf verschiedenen Ebenen und verschiedener Führung. Oftmals ist es bereits zu Verwirrung bei Partnerländern gekommen, doch auch als Deutscher selbst kann man schnell den Überblick verlieren. Hier ein kleines Bespiel: Ich arbeite in dem Programm AWiSA, welches von dem DED und InWEnt finanziert wird. Soll also heißen, dass jedes Mal wenn man sich und das Programm vorstellt diese Strukturen vorstellen muss, obwohl sie doch das gleiche Ziel haben und zudem muss man sich noch von der GTZ abgrenzen. Oft kommt es auch vor, das man sich als Vertreter des DED vorstellt und dann als Antwort erhält: „Ah – du arbeitest für die GTZ.“ Ihr seht also Verwirrung gibt es jede Menge. Dem wird nun aber entgegengewirkt, da DED, InWEnt und GTZ zum 01.01.2011 fusionieren. DED, InWEnt und GTZ gibt es dann also nicht mehr sondern wird von GIZ – Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit abgelöst. Habe dann also prinzipiell auch einen neuen Arbeitgeber ab Januar. Wie das alles genau aussehen wird, wissen zumindest wir im Feld (die Angestellten, die in einem Partnerland arbeiten) auch noch nicht, aber auf dem Papier sind wir alle eins. Hier in Sambia wird deshalb fleißig an einem deutschen Haus gebaut, damit wir in Zukunft nicht nur auf dem Papier eins sind, sondern auch in Realität. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fällt nicht unter diese Fusion, da sie auch unter dem Bankengesetzt arbeitet.
So – das war jetzt Harter Tobak an dem ich euch bis zu meinem nächsten Eintrag erst mal kauen lasse… ;-)
Bis dahin – liebe Grüße!
Kristin

Liebe Kristin,
AntwortenLöschendeine letzten beiden Blogger haben wir mit großem Interesse gelesen.
Obwohl wir mit dir wöchentlich telefonieren, reicht die Zeit am Telefon oft nicht aus, um alles zu erfahren. Darum finden wir es ganz toll, dass du Zeit findest,um uns über deine Arbeit und deine Freizeit zu informieren.
Letzten Eintrag hast du ja sogar vom Internet-Cafe an einem Sonntag erstellt.
Wir wünschen dir erst einmal für die kommende Woche mit Anne und Frank ein paar schöne Urlaubstage (sicherlich bei angenehmeren Temperaturen als hier in Deutschland)und freuen uns schon auf den nächsten Eintrag von dir.
Liebe Grüße von deiner Mama und deinem Papa