Chikowa

Hallo Ihr Lieben!

Ich weiß es ist lange her, seit dem ich mich das letzte Mal gemeldet habe, aber irgendwie passiert nicht so viel spannendes über das ich berichten könnte, denn wie gesagt, auch bei mir hat sich der Alltag eingestellt.
Vor 2 Wochen war ich nach langer Zeit mal wieder im Busch, konkret in Chikowa. Chikowa liegt 2 Stunden nordwestlich von Chipata zwischen Mfuwe und Chipata. Hier hat CCD vor kurzen ebenfalls ein Gemeindezentrum eröffnet, in dem das gleiche Programm abläuft wie in den Centern in Chipata. War mal dort um zu schauen wie es so läuft und ein wenig Zeit mit den Leuten zu verbringen.
Chikowa befindet sich auf dem Land und im Gegensatz zu Chipata ist die Infrastruktur sehr einfach. D.h. es gibt keine befestigten Straßen, einige Orte sind nur zu Fuß zu erreichen, öffentliche Verkehrsmittel sind daher auch prinzipiell nicht vorhanden und Einkaufsmöglichkeiten beschränken sich mehr oder weniger auf 2 kleine Shops, die nur das nötigste wie Seife oder Klopapier verkaufen, welches sie auch vorher in Chipata eingekauft haben. Brot und Gemüse ist allerdings auch erhältlich ;-)
Chikowa ist an eine Missionsstation der Komboni-Brüder gekoppelt, welche so einige Projekte für die Leute gestartet hat unterstützt. Unter anderem gibt es eine Berufsschule, in der das Handwerk des Tischlers, des Landwirts sowie des Maurers erlernt werden kann. Weiterhin gibt es Kurse für Analphabeten um das Lesen, Schreiben und Rechnen auch noch im Alter zu erlernen sowie ein Gartenprojekt, in dem Frauen, die Gartenarbeit gezeigt wird und gemeinsam Gemüse angebaut wird, welches sie am Ende mit nach Hause nehmen dürfen.
Das Leben auf dem Land ist sehr viel langsamer als in der Stadt (also verglichen mit Deutschland ist auch das Leben in Chipata nicht wirklich schnelllebig oder hektisch) und die Menschen scheinen alle etwas freundlicher und netter zu sein, verbunden mit einer großen Portion Neugier, wie denn die „Weißen“ so sind.
Zurzeit leben in Chiowa zwei andere Freiwillige, aus Italien, welche in den jeweiligen Projekten arbeiten und bei denen ich in der Zeit gewohnt habe. An einem Sonntag waren wir alle im Dorf zum Mittagessen eingeladen, wo es Nshima, Hühnchen und Gemüse gab – sehr lecker :-) Um nicht gleich unter die Haube zu kommen, musste ich meinen Preis allerdings auf 20 Kühe hochsetzten ;-) Für die Frau zu bezahlen, die man heiratet ist übrigens übrig in Sambia. Der Preis wird mit den Eltern der Braut ausgemacht. Dabei muss man nicht unbedingt in Kwacha bezahlen, sondern kann durchaus Hühner, Ziegen oder Kühe usw. anbieten.
Da Mfuwe nur eine Stunde von Chikowa entfernt liegt war ich auch noch mal dort und habe meine alten Nachbarn und die Kinder besucht. Habe wirklich einen herzlichen Empfang bekommen und einige schöne Stunden mit ihnen verbracht. Sogar der Hund hat mich wieder erkannt :-D Die Nacht habe ich dann noch mal im Park verbracht, wo ich mit einen wunderschönen Sonnenuntergang sowie dem ein oder anderen Elefant belohnt worden bin.

Viele Grüße!

Kristin


Öffentliches Verkehrsmittel in Chikowa - eines Morgens hatte ich auch das Vergnügen :-)


Hühnerstall - hier gibts keine Massenhaltung ;-)


Heiße Quellen in Chikowa


Meine alte Nachbarin Josephine mit ihrem 2 Monate alten Sohn Josias


Der obligatorische Sonnenuntergang darf nicht fehlen - hier geht die Sonne über dem Luangwafluss unter.

Kommentare

  1. Liebe Kristin,
    wir sind wieder von unserem Sommerurlaub gesund und erholt zurückgekehrt.
    Natürlich war mit die erste Amtshandlung, auf deine Bloggerseite zu schauen.
    Es ist immer wieder interessant, über Land und Leute etwas zu erfahren und natürlich sind die Fotos sehr beeindruckend.
    Die Zeit der Heimkehr rückt nun immer näher und wir freuen uns, dich gesund und und munter in die Arme zu schließen.

    Es grüßen dich ganz lieb deine Mama und dein Papa

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  2. Familie Herrmann3. August 2009 um 13:51

    Hallo Kristin,

    hier kommt eine kleine Nachricht von Deinen Nachbarn ;-)
    haben gerade auch mal ein bisschen auf Deiner Seite herumgestöbert und uns ein bisschen nach Afrika versetzen lassen. Scheint eine spannende Aufgabe zu sein...vielleicht sehen wir uns ja bald in Viernau wieder...bis dahin noch eine schöne Zeit und liebe Grüße von Nico, Nadine, Marita und Gerd

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  3. Maaaajaaaaa, bald treffen wir uns zum Käffchen! ;-) Freu mich schon! Genieß die Zeit noch ausgiebig! Liebe Grüße, Steph :-)

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