Petauke, Katete, Chipata und zurueck

Vom 05.11. bis 07.11. war ich mit LYDP in der Ostprovinz unterwegs um in Petauke, Katete und Chipata die JIC-Runs durchzuführen. Die Intention die JIC-Runs diesmal außerhalb des Mambwe Distriktes durchzuführen bestand darin, ein möglichst großes Publikum auf LYDP aufmerksam zu machen und den JIC-Run zu promoten um in der Zukunft die Nachfrage zu steigern. Leider ging das Ganze mehr oder weniger nach hinten los, da die ganze Sache miserabel bzw. gar nicht organisiert war. Zunächst einmal sind wir einen Tag später als geplant losgefahren, weil sie sich nicht rechtzeitig um einen Ersatzreifen gekümmert haben. Dann hatten wir in Petauke so gut wie gar kein Publikum und der JIC Run in Chipata ist ganz ausgefallen. Am Ende war es mehr Aufwand als Nutzen für die Organisation und ihr Ziel haben sie nicht erreicht. Der JIC-Run in Chipata soll allerdings nachgeholt werden und wenn sie mich lassen, werde ich ihnen bei der Planung helfen. Wirklich schwer ist das nicht, man muss nur strukturiert vorgehen…
Ich fand die drei Tage trotzdem sehr interessant, weil ich mal wieder aus Mfuwe rausgekommen bin und die Chance hatte zwei neue Städte kennenzulernen. Außerdem hatte ich die Möglichkeit eine Nacht bei einer sambischen Familie zu übernachten und so einen tieferen Einblick in deren Lebensweise zu erhalten. Das Haus in dem wir übernachtet haben, hatte 4 Zimmer und hat insgesamt 10 Familienmitglieder beherbergt. Die Mutter und 9 ihrer Kinder. Insgesamt hat die Frau 13 Kinder zur Welt gebracht, von denen allerdings nur 10 überlebt haben. 13 Geburten! Das muss man sich mal vorstellen! Die erstgeborene ist heute 26 Jahre alt und das jüngste Kind 11 Monate. Die Mutter ist Mitte 40. Unvorstellbar für Deutschland, oder?
In einem 90x180cm Bett haben jeweils 2 Personen geschlafen und diejenigen, für die kein Platz mehr in einem Bett war, haben auf einer Strohmatte auf dem Boden geschlafen. Weil der Gast in Sambia, wie auch bei uns König ist, mussten daher einige der Kinder auf dem Boden schlafen. Ich habe mir ein Bett mit Anni geteilt. In dem Zimmer waren wir zu viert. Die sanitären Anlagen befanden sich außerhalb des Hauses. Die Toilette ist von der Fläche her nicht größer als eine Duschkabine und besteht aus einem einfachen Loch im Boden. Die Dusche ist auch nicht größer, wobei es keine Dusche im wirklichen Sinne ist, sondern nur ein Raum. Da es kein fließendes Wasser gibt hat man sich so gewaschen.
Gekocht wurde unter einem Windschutz vor den Haus, genauso wie gespült und Wäsche gewaschen. Zum Essen gab es Morgens, Mittags und Abends Nshima, der eigentlich keinen Geschmack hat und Gemüse oder Ei. Zum Frühstück ist das allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig.
Die Leute bei denen wir übernachtet haben waren aber sehr nett und auch wenn ich mich aufgrund der Sprachbarrieren nicht viel unterhalten konnte, habe ich mich mit ihnen wohl gefühlt. Unten seht ihr einige Bilder von der Familie und ihrem Haus.
Am Samstag wurde in Mfuwe „Malaila“ gefeiert, eine traditionelle Zeremonie, bei der die Kunda ihre Kultur feiern. Auf diesem Fest kommen alle Chiefs aus dem Distrikt zusammen, es werden viele Reden gehalten, es wird getanzt und die Leute nutzen die Möglichkeit ihre Produkte (meistens Lebensmittel aus eigener Ernte) an eine breite Masse zu verkaufen. Ich fand es sehr interessant mal so ein Fest besuchen zu können und bin vor allem von den Tänzen begeistert. Wahnsinn wie die Frauen ihre Hüften bewegen können! Ich hab das auch mal probiert, bin aber kläglich gescheitert  Nun ja – da ich bin ja noch ein bisschen im Lande, vielleicht klappt‘s ja eines Tages noch mal…

Bis Bald!

Kristin

Kommentare

  1. Hi Maus,
    also deine Hüftschwung hätt ich gern gesehen - du weißt ja, was dir dann blüht, wenn du wieder da bist ;-)
    Schade, dass es aufgrund der organisation so blöd gelaufen ist - aber jetzt, wo du da bist, wird zukünftig ja nichts mehr schief gehen!! Müssen erst die Deutschen kommen... *ttttzzz*
    Und wo sind eigentlich die Fotos von der Familie? Hast du die vergessen oder werden die nur bei mir nicht angezeigt?? Bin wie immer schon voll gespannt!!
    Sei lieblichst gegrüßt, deine Anni

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  2. Hallo liebe Tine,
    ein paar Grüße aus dem kalten MD. Freue mich immer über neue Einträge auf deinem Blog. Denke oft an dich. Wenn man Pauli fragt, wo Tine ist, sagst sie ganz prima: Affikaa. Hast du unsere Post bekommen? Fühl dich gedrückt, deine Juli&Pauli!

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  3. Hallo liebe Kristin,
    jetzt habe ich endlich auch herausgefunden, wie man Dir schreiben kann, yippieh!! Ich finde es echt klasse, wieviel Du schon gepostet hast und es macht unheimlichen Spaß, Deine Einträge zu lesen. Als ob man es selber mitleben würde, klasse, weiter so! Ansonsten hoffe ich, dass es Dir ganz gut geht im fernen Afrika. Eine super Lebenserfahrung, die Dir keiner nehmen kann, ist es auf alle Fälle. Der "Gesundheit" geht es soweit gut, dem Badminton auch und der Familie sowieso. Sei ganz lieb gegrüßt, freue mich schon auf die nächsten Einträge, Nabou

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  4. Hey Kristin!
    Jetzt will ich hier auch mal wieder einen Eintrag schreiben.
    Wie ich lese,hast du ja wieder eine wirklich interessante Erfahrung gemacht...mal unmittelbar Zeit mit einer einheimischen Familie zu verbringen finde ich toll, so bekommt man doch bestimmt einen viel besseren Einblick in Land und Leute. Und was ist eigentlich Nshima, ist das so 'ne Art Brei?
    Blöd, dass eure geplanten Präsentationen so schief gelaufen sind, denn die Idee, sich auch überregional bekannt zu machen, ist ja eigentlich sehr gut...da musst du wohl mit deinem guten deutschen Sinn für Organisation und Ordnung mal eingreifen;-)
    Wie ist eigentlich gerade so das Klima bei dir? In Deutschland gab es schon den ersten Schnee, da denk ich doch gerne mal an dich im warmen Sambia!

    Ganz lieben Gruß von deiner Annette

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