in Mfuwe

Hallo Ihr Lieben!

In den vergangenen Tagen ist so einiges passiert und ich freue mich die Möglichkeit zu haben euch davon berichten zu können. Insbesondere weil ich mich nun in Mfuwe, quasi im „Bush“ befinde, also nicht mehr in Lusaka bin und es somit nicht ganz so selbstverständlich ist, Internet zu haben. Aber nun von vorne:
Am Montagmorgen bin ich um 04.30 Uhr aufgestanden, damit ich rechtzeitig am Busbahnhof in Lusaka bin um mit dem Bus um 06.00 Uhr nach Chipata zu fahren. Nun ja – rechtzeitig am Busbahnhof war ich auch, doch ist der Bus nicht um 06.00 Uhr losgefahren, sondern um 11.00 Uhr. Jupp – 5 Stunden später. Undenkbar für Deutschland, jedoch nicht für Sambia. „That’s the real Africa“, hört man hier immer wieder. Aber nicht nur mir ist es so gegangen. Janice, die eigentlich um 07.00 Uhr nach Solwezi fahren sollte, ist krasse 6 Stunden später, um 13.00 Uhr losgefahren und war nachts um 01.00 Uhr da. Da hatte ich es mit einer Ankunftszeit um 18.30 doch etwas besser. Die Busfahrt war recht unspektakulär, aber ich habe schon mal einiges vom Land gesehen und auch von der Art und Weise, wie die Leute in der Ostprovinz so wohnen. Am besten lässt sich das durch die Worte „sehr einfach“ beschreiben. Stellt euch kleine runde Lehmhütten mit einem spitzen Strohdach vor, die vereinzelt am, Straßenrand verteilt sind. Fließendes Wasser und Elektrizität findet man da wohl eher nicht. Wilde Tiere, wie Löwen, Giraffen oder Elefanten sind mir allerdings nicht begegnet, sie findet man eher in den Nationalparks. Dafür haben immer wieder Ziegen die Straßen überquert und Kühe am Straßenrand gestanden.
In Chipta wurde ich von Matthias, einem Entwicklungshelfer des DED, abgeholt und zu Zimonetta gefahren, bei der ich die kommenden 2 Nächte schlafen sollte. Zimonetta ist eine Italienerin, die mit ihrem Mann vor 12 Jahren nach Sambia gekommen ist und nun hier auf einem schönen, großen, auf einem Hügel gelegenen. Haus mit ihrem Ehemann Enrico, ihren 3 Söhnen (10 und 8 Jahre) und einigen Hunden lebt. Die beiden leiten zwei Gemeindezentren, in denen sie sich um HIV positive Mütter und ihre Neugeborenen kümmern. Darüber werde ich sicher auch noch mal berichten, wenn ich die Möglichkeit gehabt habe, mir ihre Arbeit genauer anzuschauen. Ich habe mich bei Ihnen sehr wohl gefühlt und freue mich sehr in dieser Familie einen Ansprechpartner gefunden zu haben, bei dem ich willkommen bin und auch mal hinwenden kann, wenn es mir nicht so gut gehen sollte.
Am Dienstag habe ich dann eine Einführung in die Arbeitsweise des DED’s in der Ostprovinz Sambias erhalten, wurde über die Arbeit des „Lupande Youth Development Projects“ (LYDP) aufgeklärt und meinem künftigen Mentor, Earnest, vorgestellt. Danach bin ich mit Matthias und Earnest in Chipata ein Fahrrad, eine Matratze und weitere Kleinigkeiten einkaufen gegangen, die ich hier in Mfuwe benötige. Den Nachmittag hatte ich frei und habe ich auf dem Anwesen Zimonettas verbracht.
Am Mittwoch ging es dann mit Matthias und Earnest nach Mfuwe. Für die 100 km haben wir ca. 2,5 Stunden benötigt. Mann muss dazu sagen, dass die Straße größtenteils nicht geteert ist, sondern Piste ist, wie man hier sagt.

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