Vietnam

Am 30.12.2016 ist mein Visum für Australien ausgelaufen und ich habe Down Under verlassen. Es fällt mir schwer zu begreifen, wie schnell dieses eine Jahr vergangen ist. Erinnere ich mich doch noch ganz genau daran wie mich Janice 2015 vom Flughafen in Perth abgeholt hat und eine Reise für mich begonnen hat, die so einiges in meinem Leben auf den Kopf stellen und ändern sollte.
Seit 5 Tagen bin ich nun im Norden Thailands, um genau zu sein in der Provinz Chiang Mai und sauge die bunten Farben, das Gewusel in den Straßen, die zahlreichen Tempel und das leckere Essen in mich auf.
Den Jahreswechsel und die ersten 9 Tage von 2017 habe ich allerdings in Vietnam gemeinsam mit Dan verbracht. Wir sind nach Ho Chi Minh City geflogen und haben von dort ein bißchen den Süden des Landes erkundet. Zunächst haben wir eine 2 Tages-Tour in das Mekong Delta nach Cai Be, Can Tho und Ben Tre gemacht und haben uns dort u.a. die schwimmenden Märkte angeschaut, Fahrradtouren durch die Städte gemacht und gelernt wie man vietnamesische Pfannkuchen zubereitet. 

Die schwimmenden Märkte im Mekong Delta

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Übernachtet haben wir in einer Hütte auf Stelzen im Wasser, deren Boden eine ca. 30 Grad Neigung hatte, so dass man immer irgendwie das Gefühl hatte aus dem Bett zu rollen J
Obwohl ich 2014 schon einmal dort war, fand ich es wieder beeindruckend zu sehen, wie anders Menschen aus anderen Kulturen leben und welch positive Atmosphäre durch die vielen lachenden Gesichter, den Small Talk sowie die Langsamkeit und Einfachheit doch herrscht. Und ich muss zugeben, dass ich etwas Fernweh auf das Leben in einem asiatischen und afrikanischen Land bekommen habe. Doch so schnell wird das in naher Zukunft wohl eher nicht passieren. 

Frisches Gemüse

Fisch und 

Fleisch zum Verkauf auf den Straßenmärkten. 


Natürlich ist auch nicht alles Gold was glänzt und wenn man in die Straßengräben schaut, die voller Müll sind, die z.T. einbruchgefährdeten Behausungen anschaut und sich etwas genauer mit der sozialen Lage auseinandersetzt, erkennt man eine Armut, die wir uns in Deutschland nicht vorstellen können und es noch viel zu tun gibt, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Wohin mit unserem Müll? 

Nach unserer Rückkehr nach Ho Chi Minh City haben wir uns spontan entschieden weiter auf die größte Insel Vietnam’s „Phu Quoc“ im Golf von Thailand zu reisen.


Dort haben wir uns ein Moped gemietet und für die nächsten 5 Tage die Insel auf 2 Rädern erkundet. Glücklicherweise ist der Verkehr auf Phu Quoc nicht so verrückt wie in Ho Chi Minh City, so dass unsere Trips zu den verschiedenen Stränden, in abgelegene Dörfer und in den Jungle recht entspannt waren. 

Das Moped ist eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel in Vietnam. Hier ein paar Modelle, die nicht von der Stange kommen. 

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Der Erfindergeist und Einfallsreichtum ist beeindruckend. Ein Boot, gebaut aus Verpackungsmaterial.


Die Hängematte darf nicht fehlen...

... auch nicht in Restaurants...

Obwohl Phu Quoc mit seinen Stränden und Sonnenuntergängen auf verschiedenen Internetseiten als eine der schönsten Inseln Süd-Ost-Asiens angepriesen wird, muss ich sagen, dass es noch lange nicht an die sauberen und schneeweißen Strände und kristallklaren Meeresbuchten, die ich in Westaustralien gesehen habe, rankommt. Aber wozu das Vergleichen? Jeder Ort hat ja seinen eigenen Zauber. Wie ich sehe, ist Deutschland oder zumindest der Thüringer Wald, zur Zeit ein Winter Wonderland. Wenn ich mir die Bilder anschaue, die mir meine Eltern von zu Hause senden, bekomme ich richtig Lust mir die Skier unter die Füße zu schnallen und loszulaufen. Ob ich das nach so langer Zeit noch kann ist natürlich eine andere Frage, aber das Fahrrad fahren verlernt man ja auch nicht, oder? Vielleicht habe ich also Glück, wenn ich Anfang Februar zurück nach Deutschland komme und kann noch ein bisschen was vom Winter für dieses Jahr mitnehmen.

Bis dahin, viele Grüße!

Kristin 

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