Happy Days
Am 04. Mai habe ich Denmark mit Tränen in den Augen verlassen und kaum 2 Wochen später habe ich erneut Tränen in den Augen auf der Weiterfahrt von Carnarvon gen Norden. Tränen weil ich Abschied von den wundervollen Menschen nehme, die ich auf meiner Reise durch Australien kennenlerne und mit denen ich Zeit verbringen darf. Denmark ist in den letzten Wochen so etwas für mich wie ein zu Hause weit weg von zu Hause geworden. Es hat mir ermöglicht viele neue Dinge zu lernen und schöne Momente zu erleben. Nachdem ich die Animalfarm verlassen habe, bin ich bei Dan eingezogen und habe einen Eindruck davon bekommen, was es heißt in einer australischen Kleinstadt zu leben, in der jeder jeden kennt. Obwohl die Lebensformen in Denmark mit einer alternativen Hippie- und Surferszene auf der einen Seite und kommerziellen Farmgemeinschaft auf der anderen Seite nicht unterschiedlicher sein könnten, kommen Freitagabend doch alle im örtlichen Pub zusammen, um auf ihr Wochenende anzustoßen und der Musik von lokalen Bands zu lauschen.
Die Begeisterung mit Tieren zu arbeiten hat mich nicht verlassen, so dass ich an einem Training bei dem Verein „Riding for the Disabled“ (RDA) teilgenommen habe. RDA ermöglicht es Kindern mit einer Behinderung auf Pferden zu reiten und bildet Freiwillige aus, die ihnen helfen die Pferde zu logieren/ zu führen.
So würde ich Denmark malen. Es macht Spaß sich wieder etwas künstlerisch zu betätigen ;-)
Lights Beach in Denmark
Dan
Skateboarden
Natural Bridge im Torndirrup National Park, Albany
12 Jahre nach dem Erwerb meines Führerscheins habe ich zudem zum ersten Mal einen Reifen gewechselt, der Inspektion meines Autos mit Ölwechsel etc. beigewohnt und kann nun tatsächlich sagen, dass ich weiß wie ich den Reifendruck sowie den Öl- und Wasserstand eines Autos checken kann. Neben dem Surfen habe ich begonnen zu Skateboarden und das macht mir so viel Spaß, dass ich mir mein eigenes Skateboard zugelegt habe und mich über jeden Parkplatz mit einer ebenen Teerdecke freue um nach einer anstrengenden Autofahrt ein paar Runden zu skaten. Zudem habe ein paar Tage in einem indischen Restaurant als Tellerwäscherin gearbeitet und kann nun meinen Respekt vor denen aussprechen, die den Sprung vom Tellerwäscher zum Millionär geschafft haben. Gemeinsam mit Dan habe ich zudem Ausflüge in den Fitzgerald River Nationalpark und Porangorup Nationalpark gemacht und konnte mal wieder die Schönheit der Süd-West-Australischen Küste und der umliegenden Wälder bestaunen.
Meerjungfrau(en) in Bremer Bay :-)
Weg zum Zeltplatz in Bremer Bay. Ohne 4x4 geht das nicht.
Hakea, Silberbaumgewächs, endemisch in Australien, mit den meisten Arten in Westaustralien
Straßen im Fitzgerald River Nationalpark erinnern mich an meine Zeit in Sambia
Poinz Ann, Fitzgerald River Nationalpark
Doch da es im Süden gerade wirklich frostig wird und kaum
ein Abend vergangen ist, an dem wir nicht den Ofen anmachen mussten, hieß es
für mich weiterzuziehen und neue Ecken von Westaustralien zu entdecken. In
Fremantle habe ich Siobhan abgeholt, ein schottisches Mädel, welches ich vor
ein paar Monaten kennengelernt habe und gemeinsam haben wir den ‚Indian Ocean
Drive’ bis Carnarvon unsicher gemacht.
Keep on Swinging Baby! Schaukeln mit Siobhan.
Zwischenstopps haben wir am Sandy Cape
in Jurien Bay, bei Goddie am Coronation Beach nahe Geraldton, in Kalbarri und
dem Kalbarri Nationalpark sowie bei den Delfinen in Monkey Mia gemacht. Highlight
dieser 2 Wochen war definitiv unsere 2-Tages Wanderung durch die Schlucht des
Murchison Flusses im Kalbarri Nationalpark. Es ist schwer zu beschreiben, doch
die Farben und Dimensionen der Schlucht, die Nächte unter dem freien
Sternenhimmel sowie die Sonnenauf- und Sonnenuntergänge sind einfach
atemberaubend.
Stromatolithen auf dem Weg nach Jurien Bay
Die Freiheit fühlen am Sandy Cape in Jurien Bay.
Geraldton
Windrad in der Nähe von Geraldton
Pink Lake in Port Gregory
ebd.
Auf dem Weg nach Kalbarri. Unendliche Weiten...
... und plötzlich ist da eine Ampel
Wer hat gesagt das Wandern nicht sexy ist? Fliegenschutz im Kalbarri Nationalpark mit Siobhan.
Am Ende ist der Mensch auch nicht größer als eine Ameise. Murchison River Gorge, Kalbarri Nationalpark
Natures Window, Kalbarri Nationalpark
Intensive Farben, Murchison River Gorge, Kalbarri Nationalpark
Camping auf dem Weg nach Monkey Mia...
... Mein Auto ist echt gemütlich...
... das checken auch die Emus aus.
In Monkey Mia wurde ich zudem aus einer Gruppe von ca. 120 Touristen ausgewählt, Delfine zu füttern, was ein weiteres tolles Erlebnis für mich war.
Pelikan, Monkey Mia
Delfin, Monkey Mia
Fischer in Carnarvon
Besuch auf dem Campingplatz in Carnarvon. Ein Ibis.
Für Siobhan haben wir am Sonntag hier in Carnarvon einen
Farmjob gefunden der ihr dabei helfen wird sich für ein weiteres Work and
Holiday Visum in Australien zu bewerben. Ich ziehe daher heute alleine weiter.
Obwohl ich ihre Gesellschaft echt vermissen werde, freue ich mich ein bisschen
mehr Zeit für mich selbst zu haben. Nächster Stationen werden wohl Quobba
Station, Coral Bay und Ningaloo Reef, Exmouth, Karijini Nationalpark, Port
Headland sowie Broome sein. Einen Zeitplan dafür habe ich nicht wirklich. Ich
nehme jeden Tag wie er kommt.
Alles Liebe,
Im Bauche des Wales. Wo wird mich meine Reise hinführen?


















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