Chipolopolo - yieeeee!

Chipolopolo bdeutet kupferne Kugelen oder kupferne Patronen aber ist auch der Name den  die sambische Fussball Nationalmannschaft gegeben hat. Und am Sonntag hat diese gegen die "Elefanten" der Elfenbeinkueste im Finale des Africa Cup of Nations in Gabun gewonnen und den Pokal mit nach Hause gebracht. Was fuer ein Spiel! Was fuer ein Nervenkitztel. Die Elefanten galten eindeutig als die Favouriten mit Spielern, die unter Vertrag sind in der englischen League, aber Chipolopolo hat sich an Schnelligkeit, Geschick und Taktik nichts nehmen lassen. Aber v.a. haben die Jungs durch ihren Teamgeist und Zusammenhalt bewiesen, dass Fussball eine Mannschaftssportart ist und ein Land, aus 72 Staemmen friedlich und gemeinsam siegen kann. 


Hier ein kleiner Bericht zum Spiel, fuer alle die, die es nicht gesehen haben und interessiert:
Durch stundenlange Regenfälle am Finaltag war der Boden im Stade d'Angondjé sehr tief und nur schwer zu bespielen. Am Ende musste der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden - und das entschied Sambia mit 8:7für sich!
Nach nur zwei Minuten kam Sambias Sinkala nach einer Kotongo-Ecke zu einem ersten gefährlichen Abschluss. Seinen strammen Schuss konnte Barry aber festhalten. Die Elfenbeinküste reagierte in der Folge beeindruckt und Sambia blieb weiter am Drücker. Nach 23 Minuten die nächste Möglichkeit: Einen Freistoß von Kalaba lenkte Tiote gerade noch mit dem Oberschenkel um den Pfosten.
In der Folgezeit ließen sich auch die Ivorer vor dem gegnerischen Tor blicken. Eine Hereingabe von Gosso leitete Drogba wunderbar per Hacke weiter zu Yaya Toure (30.), der das Tor nur um wenige Zentimeter verfehlte. Im Anschluss verflachte das Spiel beider Teams zunehmend und so ging es mit dem Remis in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff rannte Sambia zunächst weiter an, ohne sich jedoch nennenswerte Torgelegenheiten zu erspielen. Die Elfenbeinküste spielte taktisch klug und lauerte auf Konterchancen. In der 70. Minute kam es schließlich zur Riesenmöglichkeit für die Ivorer: Nachdem Gervinho im Strafraum von Chansa und Mulenga ungeschickt zu Fall gebracht wurde, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Drogba übernahm Verantwortung, setzte den Ball jedoch deutlich über die Querlatte.
Dem sambischen Torwart Mweenes Reaktion auf den verpatzten Elfmeter "You can't see me!" ;-)


Schließlich hatte Gradel (87.) kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit noch die Riesenmöglichkeit, die Ivorer in Führung zu bringen - sein Schuss ging aber haarscharf am gegnerischen Gehäuse vorbei. Es folgte die Verlängerung.

Es waren gerade fünf Minuten absolviert, da hätte Chris Katongo Sambia um ein Haar in Führung geschossen, sein Schuss wurde jedoch im letzten Moment überragend von Barry pariert. In der zweiten Hälfte der Verlängerung hatten auch die Ivorer die Chance auf den Sieg. Der eingewechselte Ya Konan (106.) kam am Strafraum an den Ball, sein Schuss verfehlte das Ziel jedoch knapp – so ging es ins Elfmeterschießen.
Nachdem die erste zehn Schützen - inklusive Sambia-Keeper Kennedy Mweene - allesamt trafen, ging es im „Sudden Death“-Modus weiter. In dem verschoss zunächst Kolo Toure, anschließend vergab jedoch auch Rainford Kalaba. Als Gervinho schließlich beim Stand von 7:7 an Mweene scheiterte, verwandelte Sambias Sunzu zum entscheidenden 8:7-Endstand und mutierte zum Matchwinner.

We are the Champions!



In all den Spielen zuvor haben die Spieler jedes Tor mit einem kleinen Tanz gefeiert (siehe Foto unten) mit dem Lied "Donchi Kubeba" von Dandy Krazy im Gedanken. http://www.youtube.com/watch?v=VaaO9SWdnoY




Doch es ging in dem Spiel nicht nur um den Sieg. Es ging auch darum die sambische Nationalmannschaft von 1993 zu ehren und an sie zu denken. Denn diese ist bei einem Flugzeugunglueck in Gabun unweit des Austragungsortes toetlich verunglueckt. Unsere Spieler waren also mit noch mehr Herz dabei als sonst. 
Nicht nur Sonntag nacht wurde der sambische Sieg ueberall im Land gefeiert, sondern auch am Montag, den 13.2. als das sambische Team zurueck nach Hause gekommen ist. Spaetestens ab 12 Uhr war kein Gedanke mehr ans arbeiten zu verlieren und auch schon vorher haben sich die Gespraeche um das Spiel und den Sieg gedreht. In Lusaka, der Hauptstadt waren die Strassen blockiert und die Menschebn haben gefeiert. Ein Bekannter von mir hat davon ein Video gedreht "Chiopolo madness", welches ihr euch unter folgendem Link anschauen koennt: http://vimeo.com/36769823

Ich war nie stoltzer darauf in Sambia zu leben und zu arbeiten und ich habe mal wieder in den letzten Tagen gemerkt wie sehr ich doch an diesem Land haenge und trotzt aller Herausforderungen mich zu Hause fuehle und wie mulmig mir bei dem Gedanken wird es irgendwann verlassen zu muessen. 

Kommentare

  1. you can't see me!!! hahaha....oh mann, wie gerne wäre ich dabei gewesen!!! danke für eintrag und videolinks!

    AntwortenLöschen
  2. ja, das war echt ein geiles Spiel und einfach nur wahnsinnig geil, dass Sambia die underdogs den Titel geholt haben. Zu gerne wäre ich zu diesem Turnier wieder in Sambia gewesen und die Stimmung mitgenommen!

    die Jule :-)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts