Mosambik

Hallo liebe LeserInnen,
hier wie versprochen ein Eintrag zu meinem Urlaub nach Mosambik. Am Freitag, den 13. August ging dir Reise in Lusaka los und gestern, am 22. August bin ich wieder zurück gekommen. Das Ziel unseres Urlaubs war der kleine Ort Chocas am indischen Ozean. Mit „Unser“ meine ich Walter, Stefano, Margaritha, Paulo und meine Wenigkeit. Mit Walter, Stefano und Paulo war ich bereits vergangenes Jahr in Malawi im Urlaub. Um die vier Anderen zu treffen musste ich zunächst mit dem Bus nach Chipata fahren, da wir gemeinsam von dort unsere Reise starten wollten. Das hat mich leider bereits einige Nerven gekostet. Als ich am Busbahnhof um 13.30 Uhr angekommen bin meinte man, dass bereits alle Busse nach Chipata gefahren sind und erst am nächsten Morgen die nächsten starten. Da die Fahrt bis zu 10 Stunden dauern kann, wäre das sozusagen das Ende meines Ausflugs nach Mosambik gewesen. Schon kurz davor den anderen mitzuteilen, dass ich nicht mitkommen werde, wurden auf einmal doch Fahrscheine verkauft. Dann ging aber Gerücht herum, dass der Bus erst morgen fahren wird und die nur so verkauft werden um Profit zu machen. Deswegen habe ich mich dann auf die Suche nach dem Verantwortlichen für den Busbahnhof gemacht, ihn tatsächlich ausfindig machen können und Folgendes hat er herausgefunden. Die Busfahrer dieses Busunternehmens waren gerade auf dem Rückweg von Chipata nach Lusaka und wussten gar nicht das Tickets verkauft worden, meinten aber dass sie wenn es denn so sei sie eben wieder zurück fahren. Zu diesem Zeitpunkt waren sie so ca. 3-4 Stunden von Lusaka entfernt. Na Herzlichen Glückwunsch dachte ich mir. Eine Stunde später ist plötzlich ein Bus eines anderen Unternehmens gekommen, der auch nach Chipata fahren wollte. Tickets umtauschen ist aber nicht wirklich im Sambia möglich, da die die Tickets verkaufen pro Fahrschein Provision erhalten. Ich also wieder zu dem Inspektor des Busbahnhofes und konnte bewirken, dass er mir geholfen hat, dass unter der Hand zu regeln. Hatte auch versucht, dass er das noch für einen anderen Passagier macht, aber das hat er verweigert. In diesem Fall muss ich ganz ehrlich sein, dass es von Vorteil war, dass meine Hautfarbe weiß ist, ich blonde Haare habe und weiblich bin. Deswegen bevorzugt werden mag ich zwar nicht, aber so bin ich dann wenigstens doch noch nachts um 01.00 Uhr in Chipata angekommen und konnte am nächsten Morgen die weitere Reise nach Mosambik starten. Nach einem einer Nacht am Malawisee und in der Provinzhauptstadt Nampula in Mosambik sind wir dann auch Montag früh am Indischen Ozean angekommen. Von der Grenze Malawi/ Mosambik dorthin sind es zwar nur ca. 550 km aber da der größte Teil der Strecke eine unbefestigte Straße ist (Bild siehe unten), kann man meist nicht schneller als 80km/h fahren.
Neben den Sprachbarrieren (Portugiesisch ist die Amtssprache) war das nächste größere Problem, das uns begegnet ist, die Unterkunft. Entweder war alles ausgebucht oder man hätte pro Nacht pro Nase $175 zahlen müssen. Am Ende haben wir dann doch noch etwas gefunden, was wie wir später feststellen mussten, leider ein Strom und Wasserproblem hatte. Soll heißen Strom nur am Abend und Wasser gar keins. Naja – aber das ist eben Afrika und irgendwie geht es auch. Der traumhafte, einsame Strand hat einen all die Strapazen vergessen lassen und der leckere Fisch, frisch aus dem Ozean hat einen auch nicht hungrig zu Bett gehen lassen.
Ein weiteres Ausflugsziel war die Ihla de Mocambique, welche 1991 von UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. 1498 ist Vasco da Gama auf der Insel gelandet und 1507 ist eine portugiesische Siedlung entstanden. Aufgrund der günstigen Lage und den guten Handelsverbindungen zu Madagaskar, Goa oder Macau ist die Insel zur Hauptstadt vom portugiesischen Ost-Afrika geworden und bis zum Ende des 19. Jh. auch geblieben.
Wir hatten in der kurzen Zeit also einen guten Mix aus Kultur und Strandurlaub. Leider war es viel zu schnell vorbei und nun heißt es wieder zurück in den Alltag zu gehen. Macht aber nichts – der Sommer ist endgültig zurück, das nächste schöne Ereignis steht bestimmt schon vor der Tür und wieder in den eigenen 4 Wänden zu sein, ist auch sehr angenehm.

Viele Grüße!
Kristin

Strasse nach Mosambik

Strand

Fischerboot

Fischer und sein Fang

Sieht man sehr oft - unfertige Haeuser

Auf der Insel

Enge Gassen

Musiro: An der Nordküste und besonders auf der Ihla de Mocambique schminken Frauen ihre Gesichter weiß, wie die Frau im obigen Bild. Die Schminke ist als „Musiro“ bekannt und wird als Maske aufgetragen um die Haut zu verschönern, als Sonnencreme, besonders von Frauen die auf den Feldern arbeiten oder als Medizin. Traditonell wurde Musiro aufgetragen um Botschaften zu vermitteln, wie z.B. ob die Frau verheiratet ist oder ob der Ehemann gerade außer Haus ist. Es wird aus dem Baum Olax dissitiflora (Ximbuti, Msiro) hergestellt.

4 der 5 Reisenden

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