Lusaka
Hallo meine Lieben!
Ca. 2 Monate sind vergangenen seit dem ich das letzte Mal geschrieben habe und der Grund ist ein ganz einfacher: Es passiert einfach nichts Aufregendes oder Exotisches mit dem ich euch begeistern könnte, sondern alles läuft in seinen gewohnten Bahnen. Im Gegensatz zu dem heißen Hochsommer, den ihr gerade (hoffentlich) genießen könnt, hält hier der Winter Einzug. Soll heißen, dass die Sonne den dicken Wolken am Himmel weichen muss und ein eisiger Wind mir um die Nase weht. Ok – wenn ich jetzt sage, dass das Thermometer trotzdem meist noch die 20 °C Marke erreicht, lacht ihr wahrscheinlich, aber gefühlt sind das mindestens 8°C ;-)
Vor einem Monat bin auch aus meiner alten Wohnung ausgezogen und wohne jetzt im Stadtteil Roma mit Johanna, Conny, Jakob und Julian zusammen. Die bedeutendsten Unterschiede zu meiner alten Behausung sind, dass keine Prostituierten und ihre Freier für einige Stunden in die freien Zimmer einziehen, vor meinem Fenster kein Müllberg mehr brennt und der Garten mit Pool ;-) wirklich genossen werden kann. Sowas ist schon ganz schön :-)
Natürlich versuche ich immer noch so oft wie möglich aus Lusaka herauszukommen, so dass ich zum einen an einem Wochenende mit Freunden an den Lower Zambezi gefahren bin und an einem der anderen Wochenenden in den Lochinvar Nationalpark. Der Ausflug zu letzterem war etwas abenteuerlicher. Das lag vor allem daran, dass es in diesem Nationalpark wirklich nichts gibt was an Zivilisation erinnert. Soll heißen keine sanitären Anlagen oder Trinkwasser, sondern nur Staub, Dornen und die üblichen Tiere – Nilpferde, Antilopen, Zebras, Krokodile und Vögel. Nachdem uns der Taxifahrer irgendwo rausgeschmissen hat, haben wir uns also erst mal auf die Suche nach einem geeigneten Platz zum campen gemacht und nachdem wir fündig geworden sind Feuerholz für den nahenden Abend gemacht um uns am Feuer aufwärmen zu können, denn nachts wird es in der Winterzeit wirklich kalt. Da wir nicht wussten, dass wir wohl kein geeignetes Trinkwasser finden werden, waren unsere Vorräte dementsprechend knapp. So blieb uns nichts weiter übrig als am folgenden Tag das Wasser aus dem See zu trinken. Wir haben es zwar mit Chlor behandelt, aber seltsam hat es trotzdem noch geschmeckt (irgendwie verschimmelt), aber wenn ihr die Brühe gesehen hättet, würde euch das nicht wundern. Aber was soll’s – Wasser ist Leben und dafür nimmt man auch mal das Risiko des Durchfalls im Kauf…
Mit Bildern von wunderschönen Sonnenuntergängen, Landschaften und interessanten Tieren will ich diesmal nicht schon wieder langweilen und zeige euch stattdessen einige Bilder von Lusaka.
Auch wenn die Stadt ziemlich hässlich ist und das Leben hier manchmal nervig sein kann bereue ich die Entscheidung zurück nach Sambia gekommen zu sein nicht. Mir geht es wirklich super! Meine Arbeit macht mir Spaß, die Sonne scheint viel öfter als in Deutschland, ich lerne immer wieder nette und interessante Leute kennen und bisher hatte ich alle 2-3 Wochen seit meiner Ankunft die Moeglichkeit an wunderschönen Orten auszuspannen und Elephanten, Hippos etc. zu sehen. Die Zeit vergeht wie im Flug und ob ihr es glaub oder nicht aber in 24 Tagen habe ich schon wieder Halbzeit und dann steht auch mein Urlaub an - 1 Woche Mosambik. *Yipee* Davon werde ich sicher als nächstes berichten.
Bis dahin wünsche ich euch noch eine schöne Sommerzeit und sende liebe Grüße nach Deutschland!





Wow, wieder ein Lebenszeichen von dir - schön, dass es dir gut geht Kleine! :-) Die Stadt sieht wirklich nicht schön aus... Wann sehen wir denn mal Bilder von deiner neuen Behausung?
AntwortenLöschenVielen lieben Dank auch für deine Postkarte!! Hab mich riesig gefreut und antworte dir so bald wie möglich :-)
Also, fühl dich gedrückt, deine Anni