Center for Cooperation and Development

Die sambische Nichtregierungsorganisation (NGO) in der ich zur Zeit als Freiwillige tätig bin ist das Center for Cooperation and Development (CCD) in Chipata. Ihre Wurzeln hat sie in Genua Italien (hier CCS), wo sie im Jahre 1988 gegründet worden ist um die Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. 1990 begann CCS ihre Arbeit in Mosambik wo sie hauptsächlich versucht den Zugang gefährdeter Kinder zur Schulbildung zu verbessern und Gemeindeprojekte im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens zu unterstützen. Das Pendant zu CCS Mosambik ist das CCD Zambia, welches vor 5 Jahren gegründet worden ist und seit 2 Jahren als sambische Organisation anerkannt ist, welche mit dem Ministerium für Bildung in Sambia zusammenarbeitet.
Die Arbeit von CCD Zambia beruht auf drei Säulen.
1. Einem Patenschaftsprogramm, in dem hauptsächlich italienische Privatpersonen Kinder aus Chipata und einem Umkreis von 40 km unterstützen eine Schule zu besuchen.
2. Einem Programm, welches den Bau von Schulen, Gesundheitszentren, Kliniken etc. unterstützt
3. Zwei Community Center, in welchen Ernährungsprogramme für Kinder von 0-5 Jahren stattfinden.
Ich arbeite in den Community Centern. Hier werden hautsächlich HIV positive Mütter unterstützt ihre Kinder nach der Geburt mit Instantmilch (Lactogen 1) zu ernähren um eine HIV Übertragung von Mutter zu Kind zu verhindern. Ein weiteres Ziel ist es unterernährte Kinder wieder aufzupeppeln bzw. Unter- und Mangelernährung zu verhindern. Um in das Programm aufgenommen zu werden, muss eines der folgenden Kriterien erfüllt werden:
• Die Mutter des Kindes ist HIV positiv
• Das Kind ist unterernährt
• Es sind Zwillinge oder Drillinge
• Es ist ein Waisenkind
Die meisten der Fälle erfüllen Punkt ein und/ oder zwei.
Zudem wird jeden Donnerstag mit den Frauen in ein nahegelegenes Krankenhaus gefahren um den HIV Status der Kinder zu testen (VCT) und die Anzahl der T-Helferzellen (CD4) zu überprüfen. Jedes Kind wird dreimal getestet (zum ersten Mal, wenn es neun Monate alt ist), da man nach der Geburt noch nicht 100% sagen kann, ob ein Kind positiv ist oder nicht, da die Antikörper der Mutter noch im Blut des Kindes nachweisbar sind.
Alle zwei Wochen findet 30 Km von Chipata entfernt ein Treffen mit Eltern und ihren körperbehinderten Kindern statt. Hier wird in Zusammenarbeit mit einer Physiotherapeutin versucht, die Eltern zu befähigen mit ihren Kindern Übungen durchzuführen, um deren motorischen Fähigkeiten zu verbessern.
Außerdem werden von dem Center noch kranke und behinderte Kinder und Frauen unterstützt die Krankenhäuser in Katete und Lusaka zu besuchen, da hier die medizinische Betreuung und die Qualifikation der Ärzte besser ist als in Chipata, wo komplizierte Fälle nicht behandelt werden können.
Meine Aufgabe besteht darin jeden Vormittag in eines der beiden Center zu gehen und die Angestellten beim Monitoring der Kinder zu unterstützen, neue Klienten aufzunehmen, sowie die Patientenakten zu aktualisieren. Des Weiteren mache ich Hausbesuche bei den Kindern, die seit längerem nicht mehr ins Center gekommen sind, um die Gründe herauszufinden und zu schauen, ob alles in Ordnung ist. An der „Physiostunde“, die alle zwei Wochen stattfindet nehme ich ebenfalls teil und unterstütze die Eltern bei dem Erlernen der Bewegungsabläufe für die Kinder.
An den Nachmittagen bin ich meist im Büro tätig und unterstütze CCD bei einigen administrativen Tätigkeiten. Zudem entwickle ich gerade ein Gesundheitsbildungsprogramm, dass in den Centern ab April ein Mal pro Woche durchgeführt werden soll. In sogenannten „Health Talks“ sollen die Mütter über verschiedene Gesundheitsthemen, die sie im alltäglichen Leben betreffen informiert werden und Erfahrungen ausgetauscht werden. Dazu zählen Themen wie Hygiene, Familienplanung, Ernährung und natürlich HIV und AIDS.
So jetzt seid ihr wieder auf dem neusten Stand. Unten stehend wie immer ein paar Bilder, damit ihr euch alles besser vorstellen könnt.
An dieser Stelle möchte ich auch noch mal ganz herzlich im Namen von CCD bei denen bedanken, die etwas gespendet haben, damit die Mütter und ihre Kinder weiterhin erfolgreich unterstützt werden können.
Bis zum nächsten Mal!
Kristin

Der Weg zum Center in Chisitu

Community Center "Chisitu"

Communiy Center "Kachere"

Beim Porridge füttern

Liebe Tine, wann gibt's wieder nen neuen Eintrag auf deinem Blog?
AntwortenLöschenBin schon gespannt :-D
GLG, Anni