1. Woche Urlaub
Blick auf den Sankt Lorenz Strom, Tadoussac (ein bisschen wie Ostsee, oder? ;-))Hallo Ihr Lieben!
Heute ist Sonntag, der 5. August 2007 und seit einer Woche habe ich offiziell Urlaub. Momentan sitze ich in der Lobby eines Hotels in Tadoussac (Quebec) und schaue auf den St. Lorenz Strom und die wunderschöne Landschaft, die ihn umgibt. Vor einer Stunde bin ich zusammen mit Reiner und Petra (meien Ellies) von einer Walewatching Tour zurückgekehrt. Wale watching heißt übersetzt Wale beobachten und genau das haben wir auch gemacht. Ca. 3 Stunden sind wir auf einem Boot im St. Lorenz Strom rumgeschippert und haben Finnwale (2. längsten Wale der Welt), Belugawale (weiße Wale) sowie Robben beobachtet. Ich sage nur "Amazing!". Wir waren so nah an den Giganten der Meere dran, dass wir sie atmen hörten! Von April bis November (Belugas ganzjährig) können Wale in diesen Gewässern beobachtet werden, da der St. Lorenz Strom ein reichhalttiges Nahrungsangebot bietet. Wusstet ihr, dass ein ausgewachsener Wal, je nach Rasse, 1-5 Tonnen pro Tag frisst? Wahnsinn, oder?
Aber von Anfang an. Am Sonntag vor einer Woche sind meine Eltern in Toronto gelandet und am Montag habe ich ihnen einige Ecken Torontos gezeigt. Am Dienstag haben wir Toronto verlassen und sind nach Reiner und Petra in Toronto

Kinngston gefahren, welches in der region der Thousand Islands liegt. Für die geographisch Interessierten unter euch: Die Region Thousand Islands liegt am Abfluss des Ontariosees, in der Grenzregion Kanadas zu den USA, an den Anfängen des Sankt Lorenz Stroms. Bevor wir in unser Hotel eingecheckten, haben wir zunächst noch eine kleine Bootstour durch und um die Thousand Islands, welche eigentlich aus 1864 Inseln bestehen, gemacht. Wie immer hat die wunderschöne Landschaft begeistert und ein Urlaubsfeeling ermöglicht. Kirche in Upper Canada Village
Am Mittwoch ging es dann weiter nach Montreal, eine Sadt, in der nach Paris die meisten Menschen französisch sprechen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch in Upper Canada Village Halt gemacht. Upper Canada Village ist ein Museumsdorf, in dem das Leben und Handwerk der Menschen aus dem Ende des 18. Jh. dargestellt wird. Zu besichtigen sind historische Gebäude aus jener Zeit, wie z.B. eine Bäckerei, eine Mühle, ein Sägewerk, eine Kirche usw. Das Personal dieses speziellen Städtchens ist ebenfalls in historischen Outfits gekleidet und erzählt auf Wunsch von dem
Leben der damaligen Zeit. Upper Canada Village ist jedoch nicht nur zum Anschauen, sondern auch ein Ort an dem noch wirklich wie damals gearbeitet wird. D.h. es wird Gemüse und Obst biologisch angebaut, Mehl wie damals gemahlen und Kühe mit der Hand gemolken. Ein Erlebnis für alle Kinder, die immer noch denken, dass die Kuh lila ist und Eier vom Osterhasen kommen. :-)Schau an - die Kuh ist tatsächlich schwarz und nicht lila ;-)
Aber zurück zu Montreal. Im Gegensatz zu Toronto und ähnlich wie Ottawa hat diese Stadt ein europäisches Flair. Kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster,Notre Dam
Straßenkünstler und historische Bauten, wie z.B. Notre Dame und diverse Statuen von Entdeckern und Dichtern lassen schnell vergessen, dass man sich in den unendlichen Weiten des nordamerikanischen Kontinents befindet. Am zweiten Tag in Montreal haben wir uns dann das Quartier Latin (wie in Paris ist es auch in Montreal das Studentenviertel) sowie das Olympiagelände/ -stadium, in welchem 1976 die olympischen Spiele
ausgetragen wordenOlympia Stadium sind, angeschaut. Und ratet mal was ich dort hoch oben habe flattern sehen............ Genau! Die DDR -Fahne. ;-) Wenn sie schon nicht mehr im alten Osten zu sehen ist, dann doch aber im fernen Westen :P Anschließend haben wir uns in die Underground City gewagt, die wie er Name schon sagt, eine Stadt unter der Stadt ist. Besser gesagt eine Einkaufsstadt von 29 km Länge, unzähligen Geschäften und Cafés sowie 30 Kinos. (Nein ich habe mich nicht verschrieben: Dreißig!!!) Also, wenn einem mal die Shoppinglaune packt ist man dort am richtigen Ort.
Gegen abend sind wir auf den Mont Royal geklettert, von dem man einen atemberaubenden Blick auf Montreal hat.Quartier Latin - welcher Student könnte sich nicht vorstellen hier zu wohnen?
Am Freitag ging es dann weiter nach Quebec City, der Haupstadt der Provinz Quebec, in welcher 95 % der Einwohner französisch sprechen. Und glaubt mir - in solchen Städten wünsche ich mir jedes Mal im Französischuntericht besser aufgepasst zu haben. Aber naja - irgendwie mogelt man sich ja immer durch und ein freundliches Lächeln bewirkt oft Wunder ;-)
Von den Städten, die ich bis jetzt in Kanada besucht habe, ist diese Stadt mein Favourit. Ein bisschen wie eine französische Kleinstadt (nur eben nicht klein) verzaubert Quebec mit seinen engen kleinen Gässchen, den bunten Geschäftchen, dem Duft von frischen
Baguettes und Croissants aus den Bäckereien sowie den vielen historischen Stätten. Zahreiche kleine und große Parks bieten des weiteren die Möglichkeit einfach nur mal zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen...Kristin

Echt tolle Bilder!! Und wie gefällt es deinen Eltern? Die Häuschen gefallen mir übrigens auch ganz gut :-)
AntwortenLöschenZu der Shoppingstraße muss ich glaub ich nicht sagen - Aaaaaaahhhhhh, da will ich hin!!!!
;-)
Da siehst du ja allerhand von Kanada, kann mich Anne nur anschliessen, tolle Bilder, freue mich schon auf mehr.
AntwortenLöschenGruesse und bis Montag
Wiebke